Der Jahreszeitenratgeber - Sommer
Kräutervielfalt im eigenen Garten
Kräuter sind in der Küche unverzichtbar. Sie verfeinern die Gerichte und liefern zahlreiche Inhaltsstoffe, die für eine gesunde Ernährung wichtig sind. Wie wohltuend sie sein können, ist seit Urzeiten bekannt. Das Wissen um die Heilkräfte der Kräuter war schon immer wesentlicher Bestandteil der menschlichen Gesellschaft. Doch Kräuter können noch viel mehr. Auch aus einem Bio-Garten sind sie nicht wegzudenken. Sie dienen dort zur Herstellung von Pflanzenjauche und helfen bei der Schädlingsbekämpfung.
Unzählige Kräuterarten
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen ein- und zweijährigen Arten und den ausdauernden Stauden. Alle können entweder als vorgezogene Pflanzen in der Gärtnerei gekauft werden oder selbst ausgesät werden.
Einjährige Pflanzen
Sie keimen, blühen und bilden Samen im gleichen Jahr. Dazu gehören Basilikum, Bohnenkraut, Dill, Kerbel, Koriander, Kresse. Diese Kräuter lassen sich auch leicht am Fensterbrett ziehen und haben auf jedem Balkon Platz.
Zweijährige Pflanzen
Sie blühen und fruchten im zweiten Jahr nach der Aussaat. Zu dieser Gruppe zählt man auch Petersilie und Kümmel. Erstere lässt sich ebenfalls problemlos in Töpfen auf der Fensterbank ziehen.
Stauden
Ihre oberirdischen Sprosse sterben im Herbst ab, der Wurzelstock bleibt im Boden erhalten. In diese Gruppe gehören beispielsweise Oregano, Pfefferminze, Sauerampfer, Estragon, Schnittlauch, Bärlauch und Zitronenmelisse. Die Stauden sind sehr pflegeleicht und können viele Jahre im Beet bleiben. Vermehren lassen sich viele durch Teilung des Wurzelballens. Sollen sie im Topf wachsen, muss er groß genug sein, denn die Wurzeln brauchen viel Platz.
Die Aussaat
Ende März ist Aussaatzeit. Wichtig: gute Erde verwenden. Besonders einfach wird das Aussen, wenn man Saatscheiben verwendet. Sie bestehen aus zwei Lagen Papier, zwischen die Samenkörner eingearbeitet sind. Diese Scheiben werden einfach auf die Blumenerde gelegt, dünn mit Erde abgedeckt und bewässert. Der Vorteil: Die Samenkörner sind optimal verteilt. Für den Garten gibt es im Fachhandel entsprechende Saatbänder.
Viele mehrjährige Kräuter kauft man besser als vorgezogene Pflanzen. Nach dem Einsetzen sollte man sie nur wenig düngen und gießen. Die meisten Kräuter kommen ursprünglich aus den felsigen Regionen rund um das Mittelmeer, sie vertragen deshalb keine Nährstoffbomben. Damit wird lediglich die Bildung der grünen Blattmasse gefördert, die Aromastoffe leiden darunter.
Die Kräuterspirale im Garten
Schön zum Anschauen und äußerst praktisch: Die Kräuterspirale. Damit können Kräuter mit unterschiedlichen Standortbestimmungen auf kleinstem Raum angepflanzt werden. Die Spiralen werden aus Steinen aufgeschichtet und mit Erde gefüllt. Am besten wird die Kräuterspirale in einer sonnigen Ecke angelegt. So können Kräuter mit unterschiedlichen Standortbestimmungen auf kleinstem Raum angepflanzt werden.
Damit das gewundene Kräutergärtchen optimal genutzt werden kann, sollte die Erde wie folgt gemischt sein: Im oberen Teil sandig-kiesige Erde, nach unten zu mehr Gartenerde mit Kompost. Zwischen den Steinwänden muss mindestens 50 Zentimeter Platz sein. Oben sollten die Pflanzen stehen, die es eher trocken und sehr sonnig mögen, wie beispielsweise Salbei, Thymian, Rosmarin u... Im mittleren Teil sind Petersilie und Schnittlauch gut aufgehoben und unten fühlen sich Melisse, Brunnenkresse und Pfefferminze am wohlsten.


