Stauden

Der Jahreszeitenratgeber - Sommer

Blütenpracht im Spätsommer

Blumen, die jetzt schon verblüht sind, erscheinen uns wie ein sommerlicher Spielverderber. Keine Rosenblüten mehr, Endzeitstimmung bei den Glöckchen von Fuchsien und auch das Männertreu macht seinem Namen in punkto Blüten keine Ehre? Das kann nicht sein und das muss nicht sein. Schließlich gibt es Gärten, in denen im September noch Rittersporn blüht. Und dahinter verbergen sich ganz sicher keine großen Tricks. Wichtig ist eine scharfe Schere, eine Portion Dünger und reichlich Wasser, es sei denn es regnet.

Rosensträucher herausfordern

Rosen haben ihren ersten Höhepunkt im Juni. Für die einmal blühenden Sorten ist die Saison dann beendet. Die mehrmals blühenden dagegen treiben einen weiteren Satz Knospen. Allerdings sollte man sie ganz gründlich ausputzen, damit sich neue Blütenstände aufbauen. Mit der Schere werden nicht nur die Blütenstiele abgeschnitten, sondern die Triebspitze bis zu einem kräftigen Blattpaar abgeschnitten. Das macht man am besten mit einer spitzen Blumenschere. Der Schnitt sollte leicht schräg angesetzt werden, damit die Wunde gut verheilt. Eine kleine Portion Dünger hilft den Rosen auf die Sprünge. Auf das Ausputzen sollte man verzichten, wenn man großen Wert auf den Schmuck der Hagebutten im Herbst legt. Diese schneidet man nämlich ab.

Rittersporn blüht zweimal

Rittersporn blüht zweimal, wenn man die Blütenstiele jetzt entfernt und etwa zehn Zentimeter über dem Boden abschneidet. Auch die Blätter an der Basis werden entfernt. So regt man den kompletten Neuaustrieb an. Natürlich müssen die Pflanzen jetzt gut gegossen und mit etwas Dünger verwöhnt werden, damit es klappt. Man nennt dieses Verhalten des Rittersporns "remontieren".

Weitere remontierende Gartenblumen

Unter den mehrjährigen Gartenblumen gibt es einige remontierende Arten. Stauden wie Katzenminze, Sommersalbei und Feinstrahl können wie der Rittersporn behandelt werden, damit sie Ende August wieder in voller Blüte stehen. Allerdings werden die Horste der genannten Arten dichter über dem Boden abgeschnitten. Zum Verwöhnen reicht auch eine Schaufel reife Komposterde, die man auf die Tuffs gibt.

Sommerblumen wollen ausgeputzt werden

Dahlien, Zinnien, Ringelblumen und Sommerastern wollen gut ausgeputzt werden, damit sich wieder neue Blütenknospen bilden. Das heißt die welken Blüten werden ausgeknipst. Anderenfalls wird die Samenbildung angeregt und alle Kraft geht in die Fruchtbildung. Auch die Strauchmargeriten, die verblüht sind, schneidet man tief im belaubten Trieb ab, damit rasch neue Knospen an den Blütenstielen treiben.

Blütenfortsetzung beim Männertreu

Nach den ersten sechs bis acht Wochen macht das Männertreu schlapp. Die Blüten werden weniger. Jetzt heißt es einmal den ganzen Busch zurückschneiden, damit er sich neu aufbauen kann. Wenn das erste zarte Gün zu sehen ist, gibt man etwas Flüssigdünger zum Gießwasser und nach drei Wochen leuchten die Kissen und Hängeampeln wieder prächtig.

Fuchsien blühen weiter

Kleine Früchte entstehen bei den Fuchsien, wenn die Blütenblütter abgefallen sind. Erst sind sie sehr klein und unscheinbar, später verstecken sie sich hinter ihrer schwarzen Hülle. Sie müssen aber abgeknipst werden, damit sich unermdlich Blütenglöckchen bilden.

Quelle: http://www.wdr.de



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